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Audio-Slideshow für sueddeutsche.de

Der letzte Kino-Plakatmaler

kinoplakatmaler_sz_blau.jpg

Vor einigen Tagen ist meine neueste Audio-Slideshow bei sueddeutsche.de erschienen: Der letzte Kinoplakat-Maler. Die Reportage ist Auftakt zu einer neuen Reihe "Münchner Köpfe" bei sueddeutsche.de, in der demnächst weitere Reportagen (und vielleicht auch noch ein oder zwei Audio-Slideshows von mir) erscheinen.

Diese Audio-Slideshow habe ich erstmals so erstellt, dass ich dem Protagonisten am Ende meine Photos auf dem Laptop gezeigt habe und er dann dazu erzählt hat, was er macht. Die Arbeitsweise hat sehr gut funktioniert. Das freie Interview, das ich vorher gemacht habe, litt unter sehr vielen Bezügen in die Vergangenheit und einigen theoretischen Reflektionen, die nicht durch Photos gestützt werden konnten.

Die Produktion war diesmal extrem zeitintensiv: Zum einen malt der Plakatmaler René Birkner teilweise mehrere Tage an seinen Kopien, so dass ich drei Tage bis tief in die Nacht in seinem Atelier verbrachte. Aber René war ein ganz toller Mensch und die Gespräche zwischen den Dreharbeiten waren wirklich eine Bereicherung. Zum anderen hatte René aber die Eigenschaft, bei offenem Mikro entweder Satzanfänge oder Satzenden oder beides wegzulassen, und das hat mich beim Audioschnitt später an den Rand der Verzweiflung getrieben. Damit man sich das vorstellen kann, habe ich hier eine besonders schöne Stilblüte von René:

Man kann eigentlich nicht mehr rekonstruieren, welche Nano-Bestandteile aus diesem Statement über das Kiechlowski-Plakat später in der Audio-Slideshow mitwirken. Der Vorwurf trifft natürlich vor allem mich: Ich habe es irgendwie nicht geschafft, die Aufnahmesituation so unauffällig und natürlich zu gestalten, dass René ohne Anspannung über seine Arbeit sprechen konnte. Vielleicht könnte hier ein Ansteckmikro helfen...

Veröffentlicht am 17. Aug. 2008. in [/Eigene_Projekte] Kommentare: 4

bela wrote at 2008-08-18 18:32:

Lob!Is total schön! Wenn Du es hättets schaffen wollen, "die Aufnahmesituation so unauffällig und natürlich zu gestalten, dass René ohne Anspannung über seine Arbeit sprechen konnte." hättest Du wohl dreizehn statt drei Tage in der Werkstatt verbringen müssen, da hilft wohl auch ein Ansteckmikro nur sehr serh wenig.

Matthias wrote at 2008-08-21 23:29:

Danke! Schön, dass du an mein Können glaubst :-) Aber so ein Mikrofon unter der Nase lenkt schon ein bisschen ab, so ging es mir jedenfalls in Interviews immer.

mp wrote at 2008-09-18 09:38:

Matthias, die beiden Slideshows, die du für sueddeutsche.de gebastelt hast sind phänomenal! Solch zugleich klare, interessante und hochprofessionelle Arbeit hat man in Deutschland in diesem Bereich noch selten gesehen. Wirklich toll - gerade auch das Spiel mit gleichen Perspektiven und veränderten Licht- bzw. Raumverhältnissen... Jetzt würde mich persönlich sehr interessen mit welchem Equipment du arbeitest? Die O-Töne sind ja wirklich berückend. Vielen Dank und weiter so. Auch mit diesem schönen Blog! LG, mp

Matthias wrote at 2008-09-23 15:32:

Hallo mp, vielen Dank für dein Lob, das freut mich sehr und lässt mich diese Arbeit auch weiterhin mit so großer Begeisterung machen!

Mein Equipment: Ein Fostex FR-2 LE (sehr empfehlenswert!), ein AKG D230 Reportagemikro, ein Rode NT-4 für Stereoaufnahmen (muss nicht unbedingt sein), ein handlicher Yamaha Pocketrak 2G für unauffällige oder stundenlange Aufnahmen (muss nicht sein), Audacity und Paint.NET.

Bei Gelegenheit schreibe ich mal eine längere Einführung für das Technische, einige Tipps findest du auch in meiner Rubrik "Tech"


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