Schloss auf einem Hügel
Rufposten
 
Text. Bild. Ton.
Diese Seite berichtet von München aus über Multimedia, digitales Storytelling und Kunst im Netz. Und stellt eigene Entwicklungen in diesem Bereich vor.

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Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, auf einer der ersten Seiten im WWW.





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Ein paar Stereoaufnahmen aus München

Seelöwen und Isarauen

In den letzten Tagen habe ich versucht, meine neuen Stereo-Rigs im freien Feld auszutesten. Dafür habe ich kleine und kurze Ein-Bild-Shows erstellt - ein spannendes Format. Es ist gar nicht so einfach, in der Stadt geeignete (autofreie) Geräuschmotive zu finden, die Stereo-Raum bieten und spannend anzuhören sind. Manche waren schlicht zu langweilig (Flußrauschen), andere zu komplex (Viktualienmarkt). Gut gefiel mir eine Mischung aus wenigen Geräuschquellen, so dass der Rezipient einzelne Ereignisse isolieren kann und sie sich im leeren Bild vorstellen kann. Wie hier z.B. die Seelöwen vom Circus Krone auf der Theresienwiese:

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Diese Aufnahme habe ich mit dem PBBA gemacht, das die Geräusche von den Seiten stärker ausblendet und z.B. den Wellengang im vorderen Viertel sehr gut stereophon abbildet. Die Seelöwen selbst waren dagegen fast zu laut für die empfindlichen Mikrofone, teilweise bricht die Aufnahme zusammen, ohne dass man mit dem Pegel etwas retten könnte. Die nicht enden wollenden Kommentare der Frau mit Kind haben mich beim Aufnehmen zunächst sehr gestört - ich dachte, das gehört nicht zu den Seelöwen. Erst beim Nachhören habe ich bemerkt, dass sie die Szene sehr lebendig machen. Die Komposition einer Ton-Szene ist also gar nicht so banal, wie ich dachte.



Ein Radweg in den Isarauen:

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Hier hat sich das Olson-Rig sehr gut bewährt, weil es fast 180° abbilden kann und die vorbeiziehenden Radfahrer und Fußgänger viel breiter wiedergibt als das PBBA. Außergewöhliches passiert hier zwar nicht, aber dennoch liefern Radfahrer mit unterschiedlichen Reifen, Jogger, Raben und Singvögel, sowie Kinder, Mütter und Hunde ein abwechslungsreiches Bild.

Für die Einbindung habe ich übrigens den JW Player verwendet. Er kann MP3s abspielen und die großformatigen Bilder in einem echten Vollbildmodus auf Bildschirmgröße skalieren. Soundslides hätte nur Bilder bis 1280px Breite anzeigen können und ein Film wäre in dieser Qualität und Länge leicht 100MB groß. Leider kann man mit diesem Player nur jeweils ein Bild mit einem Ton abspielen. Spannend ist jedoch die Verwendung von Playlists, so kann man mehrere solcher Ein-Bild-Stücke in einem einzigen Player und mit kleinen Vorschaubildern einbinden.

Veröffentlicht am 03. Apr. 2011. in [/Eigene_Projekte] Kommentare: 0


Auftragsarbeit für die IG BCE

Die Glasmacher im Bayrischen Wald

glasmacher_ofen.jpg

Für das Mitglieder-Magazin kompakt der Gewerkschaft für Bergbau, Chemie und Energie habe ich im Dezemeber einen Glasmacher-Azubi im Bayrischen Wald porträtiert. Jetzt ist die Slideshow online: Gläserne Leidenschaft.

Veröffentlicht am 01. Feb. 2011. in [/Eigene_Projekte] Kommentare: 0


Rundgang durch ein verfallenes Freibad

Das Floriansmühlbad

floriansmuehlbad_schild.jpg

Dieses Thema hatte ich schon länger im Kopf, weil es für die Audio-Slideshows so gut geeignet ist: In München gab es mal ein sehr beliebtes Freibad. Es wurde in den 90er-Jahren geschlossen, aber nie abgerissen. Seitdem gammelt es vor sich hin und ist mittlerweile eine wunderbare Ruine, die sich auf jede Kamera freut. Was wäre schöner, als einen ehemaligen Besucher zu den Bildern von heute die Anekdoten von damals erzählen zu lassen? Wo kein Medium besser geeignet ist, als Ereignisse in Fotos aufleben zu lassen? Nachdem der jetzige Besitzer, die Hypobank, mein Vorhaben dankbarerweise genehmigte, konnte ich mit Wolfgang Ettlich (über den ich vor zwei Jahren bereits eine Slideshow gemacht hatte) durch das Gelände spazieren. Leider hatte ich nur einen Termin und konnte deshalb nicht beliebig lange nach schönen Bildmotiven und Geräuschen suchen, aber es ist doch eine unterhaltsame Geschichte herausgekommen: Trockengelegte Anbandelzone (sueddeutsche.de)

Veröffentlicht am 18. Oct. 2010. in [/Eigene_Projekte] Kommentare: 1


Audio-Slideshow über die Veranstaltung

Reporter-Workshop in Hamburg

reporter_forum_workshop.jpg Literaturwissenschaftlich ist es ja sehr wichtig, den Erzähler vom Autor zu trennen, aber in der Praxis ist das manchmal sehr schwierig: Zum Beispiel letzte Woche auf dem Reporter-Workshop in Hamburg sollte ich eine Audio-Slideshow über die Veranstaltung machen und gleichzeitig einen Vortrag halten und es war wirklich nicht leicht, sich während des Vortrags selbst zu fotografieren. Also, ich geb sogar offen zu, dass schließlich Kollege Simon Kremer einsprang.

Das Ergebnis meiner (unserer?) Berichterstattung kann man sich nun auf der Website des Reporterforums ansehen, dort finden sich auch die MP3-Dateien aus dem Vortrag von Jens Radü und mir über die Webreportage.

Es war meine erste Audio-Slideshow mit einem Ich-Erzähler. Das war sehr ungewohnt, weil ich wie früher wieder sehr viel mit dem Stift gearbeitet habe, um Beobachtungen und Interviews festzuhalten. Die auktoriale Macht in dieser Form ist erstaunlich, man kann sehr viele gefühlte oder beobachtete Informationen einbringen. Erschreckend ist die Verantwortung die man trägt: Hat man alles richtig verstanden? Tut man jemandem Unrecht mit einem Kommentar? Trügt das Bild?

Leider war es eine Vorgabe, so viele O-Töne in der Slideshow zu haben. Sie geben zwar einen sehr guten auditiven Eindruck von den Personen, lenken aber auch den Erzählstrang ab. Mir hätte es besser gefallen, größtenteils selbst durch die Geschichte zu führen, denn dadurch kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren und Ereignisse raffen. Aber trotzdem: Diese Form hat ein unglaubliches Potential. Ich hoffe wirklich, dass ich sie in Zukunft mehr einsetzen kann.

Veröffentlicht am 01. Jun. 2010. in [/Eigene_Projekte] Kommentare: 0


Ein Blick hinter die Kulissen des traditionellen Enthauptungs-Varietes am Oktoberfest

Backstage beim Schichtl

schichtl_ringo.jpg Meine neuestes Audio-Slideshow ist gestern bei sueddeutsche.de erschienen: Budenzauber. Der Schichtl ist ein 140 Jahre altes Kurisitäten-Varieté, das alle zwanzig Minuten die "Enthauptung einer lebendigen Person mittels Guillotine" inszeniert. In München kennt jeder den Schichtl, deshalb habe ich mich auf die Schausteller und den Blick hinter die Kulissen konzentriert. Den Kommentar in feinstem bayrisch und wie gewohnt mit den flachesten Kalauern lieferte der Chef der Truppe, Manfred Schauer. Eine ruhige Schausteller-Reportage hätte ich zwar auch gerne gemacht - und einige Bilder erzählen diese andere Geschichte und diese spezielle Stimmung hinter der Bühne - aber letztlich habe ich mich dann doch dafür entschieden, dem bewährten Sprücheklopfer Schauer das Kommentieren der Fotos zu überlassen. Viel Spaß damit - falls ihr ihn versteht.

Veröffentlicht am 04. Oct. 2009. in [/Eigene_Projekte] Kommentare: 0


Audio-Slideshow über die Max-Emanuel-Brauerei

Das Prinzip Biergarten

gloxhuber_maxe.jpg

Schon vor einiger Zeit ist bei sueddeutsche.de meine Audio-Slideshow über einen Münchner Biergartenwirt erschienen: Stephan Gloxhuber erzählt darin (überaschenderweise mit eindeutig norddeutschem Akzent) über die von ihm betriebene Max-Emanuel-Brauerei. Diese ist zwar schon seit langem keine Brauerei mehr, bietet aber mitten in Schwabing einen kleinen und beliebten Biergarten.

Update 2010: Links geupdated, Reportage liegt jetzt nur noch auf meinem Server.

Veröffentlicht am 16. Sep. 2009. in [/Eigene_Projekte] Kommentare: 0


Portrait eines französischen Pralinenmeisters

Confiserie Laporte

laporte_kueche.jpg

Das französische Ehepaar Laporte stellt seit 40 Jahren in Handarbeit Pralinen her. Vor ein paar Wochen habe ich die beiden in der Münchner Innenstadt in ihrem kleine Laden besucht, unter anderem auch, weil ich wissen wollte, wie und warum Yves Laporte in seiner Freizeit riesige Kirchen aus Zuckerwürfeln baut. Jetzt ist das Portrait in der Reihe "Münchner Köpfe" bei sueddeutsche.de erschienen.

Veröffentlicht am 08. Jul. 2009. in [/Eigene_Projekte] Kommentare: 0




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