Die Reportage über die Erosionsprobleme Haitis, Haiti, the eroding nation (Update 2010: Haiti, the eroding nation) ist eine von den größeren Multimedia-Reportagen, die aus einzelnen Teilen zusammengesetzt ist. Ich halte soetwas für problematisch im Internet, da man viel Zeit dafür mitbringen muss.
An der Umsetzung fällt aber positiv auf, dass verschiedene Medienformen, wie Film, Audio-Slideshow oder animierte Infografiken sinnvoll eingesetzt werden.
Bei den Infografiken ist viel Spielerei dabei, so muss man etwa die Vorgänge bei der Kohleproduktion aktiv mit dem Mauszeiger unterstützen. Zunächst fand ich es etwas albern, aber es hat meinem Informationszugewinn vielleicht doch geholfen, weil es Neugierde und Aufmerksamkeit weckt.
Enttäuschend ist aber der weitgehende Verzicht auf Ton. Nur die Einführungen zu den einzelnen Themensträngen sind mit Ton hinterlegt. Es wäre nicht viel Aufwand gewesen, die Slideshows zusätzlich mit gesprochenem Ton zu hinterlegen. Von Geräuschen, die ebenfalls eine lebendige Atmosphäre vermitteln können, ganz zu schweigen.
Auch bei den Filmen habe ich manchmal den Ton vermisst, andererseits ist es gar nicht so dumm, kurze Filmesequenzen als rein visuellen Eindruck an den Leser zu geben, ohne ein oder zwei dumme Sätze über das hinzuzufügen, was der Rezipient ohnehin sieht.
Die Bilder sind gut, aber in einer etwas übertriebenen Farbenpracht. Ich habe den Eindruck, dass hier oft am Computer zu sehr nachbearbeitet wird.
Die Reportage war unter den Finalisten des Annenberg School for Communication 2004 Online Journalism Awards.
Veröffentlicht am 10. Jan. 2005. in [/Journalismus/Multimedia-Reportagen]
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