Ich hatte vor einigen Wochen ein sehr interessantes Telefonat mit dem Multimedia-Chef von FAZ.NET, Robert Wenkemann. Das Interview war Teil der Recherche für meinen Artikel über Audio-Slideshows, der im September in "der journalist" erschienen ist.
Die FAZ scheint bei Audio-Slideshows ganz vorne dran zu sein. Mittlerweile haben die Frankfurter eine eigene Seite (http://faz.net/slideshow/) eingerichtet, auf der sie wöchentlich neue Audio-Slideshows hinzufügen. Die Erfahrungen mit dem Medium sind sehr gut, erzählte Wenkemann, die Leser haben sich an das neue Medium gewöhnt und nehmen die Audio-Slideshows gut an. Vor allem persönliche und emotionale Themen würden mit den großformatigen Bildern sehr gut funktionieren, vielleicht sogar besser als bei einem Video. Der Zuschauer sei bei der Audio-Slideshow näher dran. Eine weitere Stärke sei die Kontrolle über die Zeit der Erzählung: Ein Film stelle für manche Bewegungen nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Die Audio-Slideshow könne sich und dem Zuschauer Zeit lassen, um etwas näher zu betrachten, sie könne Sequenzen von Bewegungen schneller oder langsamer zeigen, sie kann anhalten und sich auf etwas konzentrieren und dabei nie unnatürlich wirken.
Gute Erfahrungen hat man bei der FAZ mit dem Erzählen zu vorhandenen Bildern gemacht (vgl.:Typologie der Audio-Slideshow). Ein Fotograf oder ein Protagonist sprechen bei laufendem Mikro zu den Bildern, die man ihm zeigt. Die Verbindung, die der Vermittler zu den Bildern hat, ist oft sehr persönlich. Diese Nähe wird bei dieser Form der Audio-Slideshow an den Leser vermittelt.
Veröffentlicht am 01. Oct. 2008. in [/Journalismus/Nachrichten]
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