Bei dem bekannten deutschen Weblog Schockwellenreiter, bei Röll und bei dem Webdesign-Magazin Dr. Web fragte man sich heute, für was das sogenannte Audioblogging gut sein soll. Bei dem Weblog The Exit findet man dagegen schon erste Versuche mit dem Medium. Und Horst Prillinger, dessen Weblog passenderweise The Aardvark speaks heißt, klärt bereits die ersten Missverständnisse auf:
It is not just reading or speaking your weblog entries as opposed to writing them, just as a photoblog is not just portraits of yourself, or a videoblog is not just a video of yourself sitting at a desk talking into a camera, speaking your entries.
We should be aware that different media exist for a reason, because they allow us different forms of expression for different kinds of content.
Ich kann aus den Erfahrungen bei meinen eigenen Experimenten nur sagen, dass die technische Entwicklung immer nur die eine Seite ist, doch danach kommt die schwere Aufgabe, für die Technik die passenden narrativen Strukturen zu entwickeln, Spannung aufzubauen und eine dichte Erzählung mit neuen Mitteln zu schaffen. So gesehen freue ich mich über diese Experimente, und man muss den Pionieren alle Fehler verzeihen, die sie machen. Der Audiobeitrag von The Exit, zur Hälfte eine schleppende Nacherzählung von dem, was der Sprecher wochenends im Fernsehen gesehen hat, ist nicht mehr und nicht weniger eine Katastrophe für die Weblogwelt, wie meine Experimente für die Medienwelt. Die Dinge stehen am Anfang.
Für alle interessierten Weblogger möchte ich nochmals auf mein Tuturial hinweisen, dass erklärt wie man Quicktime per Pseudostreaming in Websites einbindet. Dank der Hilfe von Majo auch auf Apple Computern lauffähig. Nächste Woche schreibe ich dann über die Steuerung von Quicktime per Javascript, die neue Möglichkeiten eröffnet.
Veröffentlicht am 17. Aug. 2004. in [/Tech]
Kommentare: 3
Matthias wrote at :
Ja, sehe ich auch so. Man muss den Leuten nur klar machen, dass man hier im Frühstadium technisch experimentiert.
Matthias wrote at :
Mischformen sind sicher eine gute Sache, aber sind die in der Produktion nicht aufwändig? Muss mir das mal nächste Woche genauer anschauen :-)
Matthias wrote at :