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Diese Seite berichtet von München aus über Multimedia, digitales Storytelling und Kunst im Netz. Und stellt eigene Entwicklungen in diesem Bereich vor.

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Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, auf einer der ersten Seiten im WWW.





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Fast alle aktuelle Geräte in einem Test

Test von Aufnahmegeräten

pc_und_musik_test_aufnahmeg.jpg

Die Fachzeitschrift Music & PC brachte in zwei vergangenen Ausgaben sehr detaillierte Tests zu aktuellen digitalen Aufnahmegeräten. Sehr nützlich sind vor allem Hinweise, welcher Rekorder für welches Mikrofon geeignet ist und eine kleine Mikrofonberatung. Im Test: AEQ PAW120, Fostex FR-2 LE, Zoom H2 Handy-Recorder, Soundman DR2, im zweiten Teil Marantz PMD620, M-Audio MicroTrack II, Edirol R-09, iKey Plus und Korg MR-1. Für folgende Geräte sind Tests in kommenden Ausgaben angekündigt: Tascam DR-1, Sony PCMD50 und Yamaha Pocketrak 2G. Die Testberichte sind nach eine kostenlosen Anmeldung abrufbar. Digitalrekorder Teil 1, Digitalrekorder Teil 2

Veröffentlicht am 02. Jul. 2008. in [/Tech] Kommentare: 2


Der Markt bewegt sich

Die neuen kleinen Aufnahmegeräte

sony_pcm_D50.jpg

Lange Zeit konnte man eher an eine Neuauflage des DAT-Recorders glauben als daran, dass die großen Firmen der Unterhaltungsindustrie brauchbare, tragbare MP3- und WAV-Recorder herstellen. Dieses Feld wurde lange den kleinen Herstellern von MP3-Sticks überlassen (die niemals vernünftige Qualität erreichten) und natürlich den Profi-Herstellern wie Fostex oder Tascam. Deren Preise waren aber eher für Funkhäuser als für freie Journalisten.

Seit ca. zwei Jahren bekommt man nun sehr gute Aufnahmegeräte für unter 1000 Euro. Das waren bisher ein paar Geräte: Z.B. der Fostex FR-2LE (mit dem ich arbeite und mit dem ich sehr zufrieden bin, abgesehen vom hohen Stromverbrauch), der Marantz PMD 660 und der PMD 670. Die Geräte von Edirol und Zoom haben mir nie gefallen, weil sie sich nicht per Rädchen aussteuern lassen, sondern nur mit Tasten-Geknipse. Das geht nicht im Reporteralltag.

Seit Anfang 2008 sind nun einige tolle Alternativen dazugekommen. Sie wirken alle sehr brauchbar: Der

Sony PCM-D50 (der kleine Bruder von diesem schönen Gerät) der Marantz PMD 620, der Yamaha Pocketrak 2G und der Olympus LS-10.

Veröffentlicht am 11. May. 2008. in [/Tech] Kommentare: 0


Kurzer Testbericht: Leider unbrauchbar

Soundman "Professional" Recorder

soundman_dr2.jpg

Der Soundman DR2 ist ein minikleiner MP3- und WAV-Recorder, der nicht größer ist als die einfachen MP3-Player und auch nicht viel mehr kostet. Als Reportage-Gerät, das war vorher bereits klar, kann er nicht dienen, da Bedienung und Aussteuerung im Reporteralltag niemals an so kleinen Geräten funktionieren kann. Ich hatte aber gehofft, dass man ihn als Zweitgerät gebrauchen kann, um Situationen über Stunden mitschneiden zu können, wenn gewollt auch sehr unauffällig (z.B. mit den großartigen Inohr-Mikrofonen desselben Herstellers).

Leider erwies sich die Aufnahmequalität des Geräts als erschreckend schlecht. Der Hersteller hat (in seiner Verzweiflung?) eine detaillierte Anleitung zur Rauschentfernung mitgeliefert. Das dort verlinkte Sample (WAV, 3,4 MB) gibt einen ganz guten Eindruck über das Grundrauschen.

Ein paar neue Alternativen (300-600 Euro) findet man in diesem Beitrag von mir.

Veröffentlicht am 11. May. 2008. in [/Tech] Kommentare: 0


Tutorial

Bildschirmaufzeichnungen erstellen und in Webseiten einbinden


Seinen Desktop zu "photographieren" ist einfach: man macht einen Screenshot. Was aber, wenn man auch Bewegung aufzeichnen will? Dafür gibt es Bildschirm-Recorder, die im Prinzip einfach funktionieren. Will man die Aufnahme aber noch schneiden oder verkleinern, wird es kompliziert. Dieses Tutorial zeigt einen möglichen Weg auf.

Das Aufzeichnungsprogramm Ein gutes und kostenloses Programm ist Camstudio. Beim Installieren unbedingt auch den kostenlosen Codec installieren (Losless-Codec). Er ist optimiert für die Bildschirmaufzeichnung. Würde man einen anderen Codec wie z.B. DivX verwenden, wird das System sehr langsam und zeichnet nicht mehr genug Frames auf. Dann ruckelt im Film später der Mauszeiger und alle anderen Bewegungen. Wir ziehen den Schieberegler unter Options/Video Options so, dass wir "every 33 milliseconds" ein Frame capturen. Wenn der Rechner lahm ist und das Video später ruckelt, muss man hier evtl. runtergehen. Wer will kann auch Audio aufzeichnen. Entweder den Wave-Ausgabe-Kanal der Soundkarte wählen (Speakers - wird leider nicht von allen Soundkarten unterstützt) oder wir stellen auf Microphone und plappern etwas ins Mikro
. Ich musste bei meinen Aufnahmen übrigens in den Soundeinstellungen von Windows "Lautstärkeregelung" und "Wave" extrem runterregeln, damit der Film später nicht übersteuert war.

Aufzeichnungsgröße Im Prinzip kann man in jeder Größe aufnehmen. Kompliziert wird es allerdings, wenn man das Video später verkleinern will. Anders als beim Screenshot geht das nur, wenn das Format durch 16 teilbar ist. Wenn man den Film nicht stauchen will, muss man außerdem die Ratio beachten. Zeichnet man beispielsweise in 640x480 auf, kann man später auf 576x432, 512x384 und sieben weitere Formate aus der 4:3-Ratio verkleinern. Wählt man eine größere Zahlen bei der Ratio, bleiben zudem weniger Verkleinerungsstufen. Die folgende Tabelle hilft, gültige Formate und ihre Verkleinerungsmöglichkeiten zu finden: videoformate_sheet.pdf. Ein Beispiel: Wir wollen das Innere des Browserfensters aufnehmen. Wir starten CamStudio und wählen Region/Region. Mit dem Mauszeiger markieren wir das Innere des Browserfensters. Links oben wird Höhe und Breite angezeigt, die wir uns merken.
Camstudio Screenshot

Bei meinem Browser waren das 997x600. Wir stoppen die Aufnahme, die nach dem Ziehen bereits beginnt und brechen die Speicherung ab. Jetzt schlagen wir in unserer Tabelle eine gültige Größe nach, indem wir irgendwo in einer Zeile zwei ähnliche Werte finden - egal, wieviele Spalten sie voneinander entfernt sind.
Videoformat Tabelle

1008x576 ist ein gültiges Format, das wir später auf acht kleinere Formate mit der Ratio 7:4 verkleinern können. Dieses Format geben wir nun bei Region/Fixed Region ein, klichen auf Aufnahme (der rote Punkt) und können nun den Bildausschnitt wählen, den wir aufnehmen wollen. Nun läuft die Aufnahme. Wir können mit der blauen Stopptaste stoppen und den Film als .avi speichern.

Schneiden Es gibt nichts komplizierteres als Videoschnitt auf dem Rechner. Wir umgehen dieses Problem am besten elegant, indem wir das einfachste kostenlose Programm installieren: Virtualdub. Wenn das Video damit geöffnet wurde, ziehen wir den Schieberegler und markieren mit den zwei Tasten unten, auf denen jeweils ein schwarzer Pfeil zu sehen ist, einen Anfangs- und Endpunkt und löschen den Abschnitt mit Delete. Nach dem Schneiden speichern wir nicht mehr im Losless-Codec, weil der kaum verbreitet ist. Im Menü Video/Compression einen Codec wählen. Ich habe Microsoft Video 1 gewählt, weil der von vielen anderen Programmen verwendet werden kann. Dann File/Save as avi. Wer will, kann den Film nun mit dem Schweizer Taschenmesser für Videokonversion, Super, verkleinern oder in alle möglichen anderen Formate umwandeln. Ich beschreibe hier nur die Schritte, die notwendig sind, um das Video in eine Website einzubinden. Dazu brauchen wir Super nicht.

Umwandlung ins FLV-Format Wenn man den Film in eine Website einbinden will, verwendet man am besten den Riva Encoder, um auf das im Web gängige FLV-Format umzustellen (wird z.B. von Youtube verwendet). Riva kann den Film auch verkleinern. Als Quelle unser avi wählen, das mit VirtualDub gespeichert wurde (das Avi von Camstudio direkt geht nicht!). Bei der Movie-Size rechts können wir nun aus der Tabelle gültige Formate der gleichen Ratio wählen, also mit anderen Worten die Spalten aus der PDF-Tabelle nach oben gehen.
Videoformat Tabelle

Die Bitrate rechts (160-1600) bestimmt die Qualität - hier muss man selber ausprobieren.

Einbindung Nun liegt der Film im FLV-Format vor und kann mit einem FLV-Player, der in Flash (genauer gesagt Actionscript) geschrieben ist, in eine Website eingebunden werden und bequem von den meisten Browsern angezeigt werden. Dazu speichert wir die swf-Datei des genialen und kostenlosen FLV-Players (so eine Art Youtube-Player) von Jeroen Wijering auf unserem Server, am besten im selben Verzeichnis wie unseren kleinen Film mit der .flv-Endung. In die HTML-Seite fügen wir ein Stück HMTL-Code ein, in dem wir den Pfad zu dem .swf-Player und unserem .flv-Film anpassen. Hier gibt es eine Javascript-Variante und eine etwas einfachere Embed-Variante. Außerdem müssen noch Höhe und Größe des Films angegeben werden. Zahlreiche weitere Variablen stehen zur Verfügung. Am einfachsten ist es aber sicherlich, den Setup-Wizard zu verwenden, der ein fertiges Stück HTML ausspuckt. Der Wizard funktioniert allerdings nur mit dem Internet Explorer.
Auch für die nun fertige HTML-Seite mit dem eingebundenen Film gibt es eine Einschränkung: Auf Grund von Sicherheitseinstellungen des Flash Players funktionieren eingebettete Filme nur im Internet Explorer, wenn sie lokal, also nicht von einem Server geladen werden. Zum Testen mit Firefox oder Opera sollte die HTML-Seite mit .flv und dem .swf-Player auf einen Server geladen werden.

Veröffentlicht am 06. Dec. 2007. in [/Tech] Kommentare: 0


Kostenlose Software

Interviews transkribieren

f4_audiotranskription.gif

Bei Audiotranskription.de gibt es neben einigen anderen interessanten Angeboten und Ideen eine kostenlose Software namens F4, mit der man Interviews in WAV- oder MP3-Dateien einfacher abtippen kann. Der Vorteil liegt vor allem in der automatischen Timecode-Einfügung und der Möglichkeit, mit einigen F-Tasten das Abspielen, Stoppen und Spulen der Audiodatei während dem Tippen flink zu steuern. Gerde getestet und ich finde: Sehr empfehlenswert.

Veröffentlicht am 02. Oct. 2007. in [/Tech] Kommentare: 1


Testbericht von O'Reilly

Stereo-Aufnahmegerät mit Flash-Speicher

zoom_h4.jpg O'Reilly hat den Zoom H4 einem umfangreichen Test unterzogen. Im Artikel Links zu weiteren interessanten Stereo-Aufnahmegeräten mit Flash-Speicher, dem M-Audio MicroTrack 24/96 und dem Edirol R-09. Das seltsame Gerät mit den Bullenfängern vor den Mikros kostet um die 500$. Wegen der Möglichkeit unkomplizierter Stereo-Aufnahmen, die vor allem für Multimedia-Reportagen sehr wichtig sind, scheint mir das Gerät eine interessante Alternative zu meinem bisherigen Wunschgerät, dem Marantz PMD 660, zu sein.
Via SWR

Veröffentlicht am 02. Feb. 2007. in [/Tech] Kommentare: 0


Kleine Software zum Erstellen von Audio-Slideshows

Soundslides getestet

soundslides_logo.jpgAudio-Slideshows, wie sie z.B. bei der New York Times mehrmals wöchentlich erscheinen, sieht man in Deutschland noch selten. Ein Grund ist der Aufwand, der nötig ist, um solche Beiträge mit Zeitleiste und Navigation einzeln aufzubauen. Ich habe zwar bereits eine einfache Methode gezeigt, um mit SMIL Audio-Slide-Shows zu erstellen, aber diese Beiträge benötigen den Quicktime- oder Real-Player um abgespielt zu werden. Flash hat eine höhere Verbreitung und sich mittlerweile auch als Video-und Audioplayer durchgesetzt.
Die Software Soundslides (39$) von Joe Weiss ist da eine tolle Lösung: Man lädt die Bilder und eine Tonspur, arrangiert alles zeitlich, und auf Knopfdruck hat man eine Audio-Slide-Show mit Navigation und Timeline als .swf-Datei. Eine großartige Idee, wie auch Kollege Fabian Mohr festgestellt hat.
Allerdings war ich schwer enttäuscht, als ich festgestellt habe, dass man nur eine Tonspur laden kann. Im Normalfall benötigt man zwei bis vier Tonspuren: Eine für den Sprecher und/oder die Interviews und ein bis drei für Geräusche, Atmo und/oder Musik. Bei Soundslides kann man das nur als ein fertiges MP3 laden. Schön wäre es gewesen, wenn man einzelne Geräusche auf mehreren Spuren anordnen könnte.
Die Arbeit mit Soundslides stelle ich mir also etwas mühsam vor: Wenn der Beitrag gesprochen ist, muss man die Bilder in Soundslides mit der Sprache synchronisieren. Erst wenn dass passt, kann man die Sekunden der Bildwechsel aus der Zeitleiste von Soundslides notieren und in den Sprachbeitrag an diesen Stelle die Geräusche/Atmo/Musik für einzelne oder mehrere Bilder beimischen. Da dieses Abmischen mit einem externen Schnittprogramm geschehen muss und nicht in Soundslides, muss man sehr korrekt arbeiten. Einfach mal ausprobieren ist mühsam. Auch Feinjustierung, wie z.B. ein Geräusch eine halbe Sekunde vor dem Bildwechsel bereits beizumischen, um den Bildwechsel einzuleiten (wie im Film), stelle ich mir schwierig vor.
Trotzdem hat man mit dieser Software eine revolutionär einfache Möglichkeit, um multimediale Beiträge selbstständig und flott zu produzieren. Die Demoversion ist bis auf eine Einblendung am Anfang übrigens voll funktionsfähig.

abriss_achterbahn.jpgEin Beispiel für einen journalistischen Einsatz der Software ist dieser kurze Beitrag über den Abriss einer Achterbahn in Central Massachusetts, der für eine Lokalzeitung erstellt wurde. Er kombiniert historische Photos, aktuelle Photos (teilweise als Time-Lapse-Sequenzen), einen Sprecher, Interview-Töne und Geräusche. Mehr Beispiele im Forum von Soundslides.com.

Veröffentlicht am 01. Nov. 2006. in [/Tech] Kommentare: 3




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