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Kleine Software zum Erstellen von Audio-Slideshows

Soundslides getestet

soundslides_logo.jpgAudio-Slideshows, wie sie z.B. bei der New York Times mehrmals wöchentlich erscheinen, sieht man in Deutschland noch selten. Ein Grund ist der Aufwand, der nötig ist, um solche Beiträge mit Zeitleiste und Navigation einzeln aufzubauen. Ich habe zwar bereits eine einfache Methode gezeigt, um mit SMIL Audio-Slide-Shows zu erstellen, aber diese Beiträge benötigen den Quicktime- oder Real-Player um abgespielt zu werden. Flash hat eine höhere Verbreitung und sich mittlerweile auch als Video-und Audioplayer durchgesetzt.
Die Software Soundslides (39$) von Joe Weiss ist da eine tolle Lösung: Man lädt die Bilder und eine Tonspur, arrangiert alles zeitlich, und auf Knopfdruck hat man eine Audio-Slide-Show mit Navigation und Timeline als .swf-Datei. Eine großartige Idee, wie auch Kollege Fabian Mohr festgestellt hat.
Allerdings war ich schwer enttäuscht, als ich festgestellt habe, dass man nur eine Tonspur laden kann. Im Normalfall benötigt man zwei bis vier Tonspuren: Eine für den Sprecher und/oder die Interviews und ein bis drei für Geräusche, Atmo und/oder Musik. Bei Soundslides kann man das nur als ein fertiges MP3 laden. Schön wäre es gewesen, wenn man einzelne Geräusche auf mehreren Spuren anordnen könnte.
Die Arbeit mit Soundslides stelle ich mir also etwas mühsam vor: Wenn der Beitrag gesprochen ist, muss man die Bilder in Soundslides mit der Sprache synchronisieren. Erst wenn dass passt, kann man die Sekunden der Bildwechsel aus der Zeitleiste von Soundslides notieren und in den Sprachbeitrag an diesen Stelle die Geräusche/Atmo/Musik für einzelne oder mehrere Bilder beimischen. Da dieses Abmischen mit einem externen Schnittprogramm geschehen muss und nicht in Soundslides, muss man sehr korrekt arbeiten. Einfach mal ausprobieren ist mühsam. Auch Feinjustierung, wie z.B. ein Geräusch eine halbe Sekunde vor dem Bildwechsel bereits beizumischen, um den Bildwechsel einzuleiten (wie im Film), stelle ich mir schwierig vor.
Trotzdem hat man mit dieser Software eine revolutionär einfache Möglichkeit, um multimediale Beiträge selbstständig und flott zu produzieren. Die Demoversion ist bis auf eine Einblendung am Anfang übrigens voll funktionsfähig.

abriss_achterbahn.jpgEin Beispiel für einen journalistischen Einsatz der Software ist dieser kurze Beitrag über den Abriss einer Achterbahn in Central Massachusetts, der für eine Lokalzeitung erstellt wurde. Er kombiniert historische Photos, aktuelle Photos (teilweise als Time-Lapse-Sequenzen), einen Sprecher, Interview-Töne und Geräusche. Mehr Beispiele im Forum von Soundslides.com.

Veröffentlicht am 01. Nov. 2006. in [/Tech] Kommentare: 3

sven wrote at 2007-01-31 19:56:

Leider geht der Link zu der Slideshow nicht mehr. Hast du da noch einen Mirror von? Und aus irgendeinem Grund hat mein Feedreader mir den Eintrag heute zum ersten Mal angezeigt. Sehr komisch.

Matthias wrote at 2007-02-01 11:56:

Nein, leider nicht. Aber du kannst mal im Forum von Soundslides schauen (im Artikel verlinkt), da gibt es noch viele andere Beispiel. Wenn es Dir ganz wichtig ist, findest du evtl auch den Beitrag von dem Autor der Slideshow, und der kann sie dir dann schicken.

marco wrote at 2007-03-03 19:48:

das problem mit den verschiedenen tonspuren ist wirklich gravierend, daher sehe ich anwendungsmöglichkeiten auch nur wirklich dort, wo du nicht mit "komplizierten" tonmischungen arbeiten musst. alles, was mehr als gesprochenes wort bzw. reiner musikteppich ist, scheidet für mich derzeit leider aus.


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