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    <title>Rufposten</title>
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    <description>Ein Weblog ueber Multimedia, digitales Storytelling und Kunst im Netz.</description>
    <language>de</language>
    <dc:creator>Rufposten Admin (visit.site.for.email@adress.com)</dc:creator>
    <dc:rights>Copyright Rufposten Admin</dc:rights>
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    <title>Rufposten</title>
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  <item rdf:about="http://rufposten.de/weblog/Interna/kommentare_repariert.html">
    <title>Kommentarfunktion geht wieder</title>
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    <description></description>
    <dc:subject>/Interna</dc:subject>
    <dc:creator>Rufposten Admin</dc:creator>
    <dc:date>2012-05-01T15:53-01:00</dc:date>
    
    <content:encoded>&lt;p&gt;Die Kommentarfunktion hier scheint schon l&amp;auml;nger defekt gewesen zu sein (nur die asiatischen Spammer kamen noch durch). Aber jetzt sollte wieder alles funktionieren. &lt;/p&gt;
</content:encoded>
  </item>

  <item rdf:about="http://rufposten.de/weblog/Journalismus/Nachrichten/2470_crowdsourcing.html">
    <title>Warum wir mehr F&amp;ouml;rderung brauchen</title>
    <link>http://rufposten.de/weblog/Journalismus/Nachrichten/2470_crowdsourcing.html</link>
    <description></description>
    <dc:subject>/Journalismus/Nachrichten</dc:subject>
    <dc:creator>Rufposten Admin</dc:creator>
    <dc:date>2012-04-29T14:40-01:00</dc:date>
    
    <content:encoded>&lt;p&gt;Vor etwa einem Jahr startete die Produktionsfirma 2470media zusammen mit der TAZ eine sehr sch&amp;ouml;ne Multimedia-Serie &amp;uuml;ber Berliner Menschen, bei der auch viel mit dem neuen Medium Audio-Slideshow experimentiert wurde: Die &lt;a href=&quot;http://berlinfolgen.2470media.eu/index.96.de.html&quot;&gt;Berlinfolgen&lt;/a&gt;. F&amp;uuml;r das neue Jahr sind neue Folgen geplant und daf&amp;uuml;r geht 2470media nun den gewagten Weg der Spendenfinanzierung: Bei Startnext kann man das Projekt &lt;a href=&quot;http://www.startnext.de/berlinfolgen&quot;&gt;finanziell unterst&amp;uuml;tzen&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt;

&lt;iframe src=&quot;http://player.vimeo.com/video/36279211&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; frameborder=&quot;0&quot; webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;Vor ein paar Tagen hat mich nun Daniel Nauck angerufen und mich gebeten, ein wenig Werbung f&amp;uuml;r die Finanzierung zu machen, weil noch nicht einmal ein Viertel des ben&amp;ouml;tigten Geldes zusammengekommen ist. Damit hat er offene T&amp;uuml;ren eingerannt. Ich hoffe nat&amp;uuml;rlich, dass auch viele Berliner Leser das Projekt unterst&amp;uuml;tzen, aber hier will ich an einem anderen Punkt ansetzen, der mit meiner professionelle Sichtweise auf den Journalismus zu tun hat: Multimedia-Journalismus in Deutschland ist eine klassische Graswurzel-Pionierleistung. Es gibt fast keine verlagseigenen Think-Tanks, die mit dem Medium experimentieren und neue Formate schaffen. Wir haben leider nicht die finanzielle Situation, die das  Privatfernsehen in den 80er Jahren hatte. Die iPad-Redaktion vom Spiegel und vielleicht noch die FAZ sind die einzigen gro&amp;szlig;en Ausnahmen, bei denen festangestellte Redakteure regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig vorbildliche Multimedia-Beitr&amp;auml;ge hervorbringen. In den meisten anderen Medienh&amp;auml;usern ist man an inhaltlicher Stelle eher sparsam. Die festangestellten Redakteure haben keine Zeit f&amp;uuml;r Innovation und Experiment, unter Zeitdruck reicht es dann bei allen guten Absichten nur f&amp;uuml;r mittelm&amp;auml;&amp;szlig;ige und manchmal sogar fehlerhafte Produktionen. F&amp;uuml;r den Klick, den man beim Werbepartner abrechnen kann, ist dabeisein vielleicht alles, aber langfristig sind solche Beitr&amp;auml;ge sch&amp;auml;dlich, sie k&amp;ouml;nnen dem Rezipienten die Lust am Zuschauen und daher auch am Bezahlen nehmen. Die Beitr&amp;auml;ge, die mir bei diesen Verlagen doch mal positiv auffallen, sind dann nicht selten von selbstst&amp;auml;ndigen Journalisten zugekauft. In vielen F&amp;auml;llen passiert aber nicht mal das. Von den &lt;a href=&quot;http://reporter-forum.de/index.php?id=117&amp;amp;tx_rfartikel_pi1[showUid]=564&amp;amp;cHash=0162d729309839908185669983e74fe5&quot;&gt;zehn Nominierungen&lt;/a&gt; beim Reporterpreis f&amp;uuml;r die beste Webreportage 2011 wurden nur zwei Reportagen bei einem Medienhaus ver&amp;ouml;ffentlicht. Die anderen entstanden offensichtlich als privat finanzierte Projekte unter entsprechenden finanziellen Opfern der beteiligten Freiberufler. Diese Menschen, die hier ihre Altersvorsorge aufs Spiel setzen, sind die eigentliche Basis f&amp;uuml;r die langsame multimediale Revolution, die seit einigen Jahren in Deutschland stattfindet. Deswegen kann ich nur ausdr&amp;uuml;cklich daf&amp;uuml;r werben, dass diese innovativen Journalisten, und darunter ganz besonders 2470media, finanziell unterst&amp;uuml;tzt werden. Sie sichern mit ihren Experimenten unsere Zukunft.  &lt;/p&gt;
</content:encoded>
  </item>

  <item rdf:about="http://rufposten.de/weblog/Tech/audacity_2.0.html">
    <title>Audacity in Version 2.0 erschienen</title>
    <link>http://rufposten.de/weblog/Tech/audacity_2.0.html</link>
    <description></description>
    <dc:subject>/Tech</dc:subject>
    <dc:creator>Rufposten Admin</dc:creator>
    <dc:date>2012-03-15T17:46-01:00</dc:date>
    
    <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.rufposten.de/images/audacity_logo.jpg&quot; alt=&quot;audacity_logo.jpg&quot; /&gt;Seit Jahren musste man sich bei dem kostenlosen Audio-Editor zwischen der instabilen Beta-Version und der v&amp;ouml;llig veralteten Hauptversion entscheiden, jetzt ist endlich die neue &lt;a href=&quot;http://audacity.sourceforge.net/download/&quot;&gt;Version 2.0&lt;/a&gt; da. Die entscheidende Neuerung f&amp;uuml;r uns Reporter liegt in der M&amp;ouml;glichkeit, Beschriftungen einzuf&amp;uuml;gen und mit der Tonspur zusammenzusperren. So kann man nun ein Interview durchh&amp;ouml;ren, einzelne Teile auf eine neue Spur legen und diese mit einer Textspur beschriften. Alle Schnittvorg&amp;auml;nge beziehen sich bei aktiver Sperre auch auf die Textspur, so dass die Beschriftung immer synchron bleibt. Die &lt;a href=&quot;http://manual.audacityteam.org/help/manual/man/sync_locked_tracks.html&quot;&gt;Sperrfunktion&lt;/a&gt; bezieht sich automatisch auf alle Spuren oberhalb einer Textspur.&lt;br /&gt; 
Au&amp;szlig;erdem gibt es eine neue Funktion, um Knackser beim Schneiden zu vermeiden: Wenn man einen Bereich markiert hat und vor dem Entfernen &quot;Z&quot; dr&amp;uuml;ckt (bzw. &quot;Nulldurchgang finden&quot; aus dem Men&amp;uuml; w&amp;auml;hlt), verschiebt sich die Markierung minimal, so dass die Wellenform nach dem Schnitt sauber anschlie&amp;szlig;t und es keinen riesigen Sprung in der Kurve gibt, der zu Knacksern f&amp;uuml;hrt. &lt;br /&gt;
Schlie&amp;szlig;lich sollte man noch die Funktion &quot;Vorh&amp;ouml;ren&quot; erw&amp;auml;hnen, mit der man testen kann, wie die Spur ohne den bereits markierten Bereich klingt. Das gibt es leider nicht im Men&amp;uuml;, sondern ist nur auf die Taste &quot;C&quot; gelegt. 
&lt;br /&gt;&lt;span class=&quot;via&quot;&gt;Via &lt;a href=&quot;http://www.schockwellenreiter.de/blog/2012/03/15/audacity-2-0-hat-fertig/&quot;&gt;Schockwellenreiter&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
</content:encoded>
  </item>

  <item rdf:about="http://rufposten.de/weblog/Journalismus/Multimedia-Reportagen/planet_galata.html">
    <title>Interaktiv am Rezipienten vorbei</title>
    <link>http://rufposten.de/weblog/Journalismus/Multimedia-Reportagen/planet_galata.html</link>
    <description></description>
    <dc:subject>/Journalismus/Multimedia-Reportagen</dc:subject>
    <dc:creator>Rufposten Admin</dc:creator>
    <dc:date>2012-02-12T08:00-01:00</dc:date>
    
    <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.rufposten.de/images/florian_thalhofer.jpg&quot; alt=&quot;florian_thalhofer.jpg&quot; /&gt;
Unter Journalisten ist Florian Thalhofer bisher wenig bekannt, obwohl er seit &amp;uuml;ber zehn Jahren mit interaktiven Medien experimentiert und wie kaum ein anderer K&amp;uuml;nstler in diesem Bereich inhaltliche und technische Entwicklungen vorangebracht hat, darunter z.B. eine eigene Produktions-Software namens &lt;a href=&quot;http://korsakow.org/&quot;&gt;Korsakow&lt;/a&gt;. Sein letztes Projekt, &lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.thalhofer.com/_data/PAGES/xproject_2010_PlanetGalata.html&quot;&gt;Planet Galata&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;, ist ein Portrait &amp;uuml;ber die Menschen auf der Galata-Br&amp;uuml;cke in Istanbul, das er zusammen mit der t&amp;uuml;rkischen Filmemacherin Berke Ba&amp;#351; erstellt hat. Als ich diesen interaktiven Film vor einigen Monaten zum ersten Mal sah, war ich aus journalistischer Perspektive entt&amp;auml;uscht: Der Film ist ungewohnt sperrig zu konsumieren, man muss sich mehr oder weniger zuf&amp;auml;llig durch die zahlreichen einzelnen Abschnitte und Takes klicken. Als durchschnittlicher Rezipient verlor ich wegen dem fehlenden Spannungsaufbau schnell das Interesse am Fortgang der Geschichte. Irritierend empfand ich auch die biographische Details von Thalhofer, die mitten im Werk auftauchen und die in keiner Verbindung zum Thema standen. Hier zeigte sich ebenfalls die k&amp;uuml;nstlerische Ausrichtung des Werks. &lt;br /&gt; 
&lt;a href=&quot;http://www.thalhofer.com/_data/PAGES/xproject_2010_PlanetGalata.html&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.rufposten.de/images/planet_galata.jpg&quot; alt=&quot;planet_galata.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div style=&quot;clear:both&quot;&gt;&lt;/div&gt;
Vor einigen Tagen hatte ich die M&amp;ouml;glichkeit, Thalhofer in M&amp;uuml;nchen kennenzulernen, mit ihm meine Vorbehalte zu diskutieren und so eine neue Perspektive auf seine Arbeit zu gewinnen.&lt;br /&gt; 
Dabei wurde schnell klar, dass Thalhofer sich gar nicht als Journalist versteht und auch gar kein Interesse hat, dem Rezipienten eine angenehme Rezepetion zu erm&amp;ouml;glichen. Ich hatte eher den Eindruck, dass er sich nur seiner eigenen Leidenschaft als Aufzeichner von Wirklichkeit verpflichtet f&amp;uuml;hlt. Diese Leidenschaft hat ihn &amp;uuml;ber die Jahre zum interkativen Film seiner Pr&amp;auml;gung gef&amp;uuml;hrt. Die Interaktivit&amp;auml;t erlaubt es ihm, etwas Aufgezeichnetes an den Rezipienten zu geben, ohne ihm eine lineare erz&amp;auml;hlerische Struktur mitzugeben, anders als beim normalen Film, den er gerade daf&amp;uuml;r kritisiert: &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.thalhofer.com/_data/PAGES/xproject_2010_PlanetGalata.html&quot;&gt;Linear film lies&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;, schreibt er, weil er die Reduktion kritisiert, die mit einem festen Spannungsaufbau einhergeht. Dass der Rezipient den Film durchaus linear konsumiert, nur eben in einer mehr oder weniger zuf&amp;auml;lligen Reihenfolge, steht f&amp;uuml;r ihn auch nicht im Vordergrund. Entsprechend auch die Wortwahl: Er bezeichnet seine Projekte fast duchg&amp;auml;nging als &quot;nichtlineare&quot; Filme, weil &lt;b&gt;er als Autor&lt;/b&gt; keine spezifische Linearit&amp;auml;t festlegt. Ich w&amp;uuml;rde dagegen eher von interaktiven Filmen sprechen, weil mir die &lt;b&gt;Wahlm&amp;ouml;glichkeit des Rezipienten&lt;/b&gt; als entscheidendes Kriterium gilt.&lt;br /&gt;
Es lohnt sich, diese Wahlm&amp;ouml;glichkeit genauer zu betrachten. Seine Software Korsakow erlaubt es, einzelne Filmabschnitte einem oder im Normalfall mehreren anderen Abschnitten zuzuordnen. Dadurch entsteht eine Art Mindmap, die den Film strukturiert und die beim Betrachten im Hintergrund arbeitet und die (in diesem Fall meist vier) zur Verf&amp;uuml;gung weiterf&amp;uuml;hrenden Abschnitte ausw&amp;auml;hlt. Es ist also keineswegs so, dass die einzelnen Passagen zuf&amp;auml;llig angeordnet sind, sondern Thalhofer ordnet, wenn ich das richtig verstanden habe, nach abstrakten oder intuitiven Gemeinsamkeiten. Damit widerspricht er zwei &amp;auml;lteren Traditionen: Zum einen geht es ihm nicht um eine m&amp;ouml;glichst weitgehende &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/artikel/2/2756/1.html&quot;&gt;Aufl&amp;ouml;sung der auktorialen Ordnungsmacht&lt;/a&gt;, wie es in den 70er Jahren oft &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Tod_des_Autors&quot;&gt;gefordert&lt;/a&gt; wurde und in den 90er Jahren auch vereinzelt umgesetzt wurde (z.B. in dieser &lt;a href=&quot;http://www.anth.ucsb.edu/projects/axfight/&quot;&gt;ethnographischen CD-ROM &amp;uuml;ber die Yanomami&lt;/a&gt;). Auch im heutigen Daten-Journalismus findet sich noch der alte Wunsch nach einer direkten, unstrukturierten &amp;Uuml;bergabe der gesammelten Informationen an den Rezipienten. Zum anderen wendet er sich aber auch ganz bewusst gegen alle durchgeplanten interaktiven Erz&amp;auml;hlformen, bei denen der Rezipient wissentlich Entscheidungen &amp;uuml;ber den Verlauf der Geschichte treffen muss. Ein Beispiel f&amp;uuml;r so eine Geschichte w&amp;auml;re Samuel Bollendorffs &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;http://rufposten.de/weblog/Journalismus/Multimedia-Reportagen/lemonde_voyage_charbon.html&quot;&gt;Voyage au bout du charbon&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;. W&amp;auml;hrend der Rezipient bei Bollendorff genug Informationen bekommt, um - als w&amp;auml;re er selbst der Journalist - zu entscheiden, wie die interaktive Reise weitergehen soll, finden sich bei Thalhofers Planet Galata keine solchen Hinweise. Seine fr&amp;uuml;hen Experimente sind noch durchgeplante Erz&amp;auml;hlungen, so z.B. &lt;a href=&quot;http://www.thalhofer.com/_data/PAGES/xproject_1997_small_world.html&quot;&gt;Small World&lt;/a&gt; von 1997. Aber von diesen Formen hat er sich entfernt, wie er selbst sagt, weil er diese Planung als L&amp;uuml;ge empfindet. Dadurch entstand f&amp;uuml;r mich das Dilemma, dass ich an keinem Punkt wusste, welchen Beitrag ich bei Planet Galata als n&amp;auml;chstes w&amp;auml;hlen soll. Vielleicht k&amp;ouml;nnen andere Rezipienten dieser intuitiven Auswahl etwas abgewinnen. Aber ich denke, dass Interaktivt&amp;auml;t bei journalistischen Projekten nur dann Sinn macht, wenn der Rezipient erstens die Wahlm&amp;ouml;glichkeit &amp;uuml;berhaupt ben&amp;ouml;tigt und zweitens genug Informationen hat, um diese Wahl dann nach seinen Vorlieben zu treffen.&lt;br /&gt; 
Der zweite oben angesprochene Kritikpunkt betrifft die pers&amp;ouml;nlichen Details, die der Autor an einem &lt;a href=&quot;http://planetgalata.com/korsakow/en#?snu=6067&quot;&gt;Punkt der Geschichte&lt;/a&gt; beisteuert. Ich bin ein gro&amp;szlig;er Freund des Ich-Erz&amp;auml;hlers und Thalhofer setzt ihn in einigen Abschnitten sch&amp;ouml;n ein, aber was Thalhofer hier macht, bringt die Erz&amp;auml;hlperspektive in Verruf: Der Abschnitt f&amp;uuml;hrt mich vom eigentlichen Thema, der Galata-Br&amp;uuml;cke, weg und fokussiert den Autor selbst. Diese Zentrierung von Florian Thalhofer auf sich und seine Arbeit f&amp;auml;llt auch au&amp;szlig;erhalb des Projekts auf, so etwa die ironisch &amp;uuml;bertriebene Selbstdarstellung des Korsakow-Systems auf verschiedenen Websites. &lt;a href=&quot;http://www.thalhofer.com/_data/PAGES/xOther_2000_korsakow_system.html&quot;&gt;Zitat&lt;/a&gt;: &lt;i&gt;&quot;ATTENTION: EXTENSIVE USE OF THE KORSAKOW SOFTWARE MIGHT CHANGE YOUR PERCEPTION OF THE WORLD. But don't be afraid: Korsakow is not a religion.&quot;&lt;/i&gt; Mir kam es so vor, dass diese Selbstdarstellung und auch diese Passagen eine perfekt zugeschnittene Antwort auf die Bedingungen des Kunstbetriebs sind, auch wenn Thalhofer das abstritt. Ich h&amp;auml;tte mir hingegen statt dieser spielerischen oder ironisierenden Selbstdarstellung mehr sachliche Selbstkritik gew&amp;uuml;nscht, so dass auch klar wird, dass das Format sich in einem au&amp;szlig;erordentlichen Experimentstatus befindet und gegen&amp;uuml;ber anderen Medienformen durchaus Nachteile hat. Au&amp;szlig;erdem verhindern sie, zus&amp;auml;tzlich zu der Sperrigkeit des fordernden Formats, die Wahrscheinlichkeit, dass der Onlinejournalismus Thalhofers Projekte, seine Ideen und seine Software aufgreift.  &lt;br /&gt; 
Das finde ich schade, da seine Filme durchaus sehr ambitioniert gedreht sind und er gut beobachten kann. Sein Film erzeugt eine sehr differenzierte, polyvalente und uneindeutige Sicht auf die Galata-Br&amp;uuml;cke, die ich als sehr angenehm empfunden habe. Nach dem Gespr&amp;auml;ch blieb ich also mit gemischten Gef&amp;uuml;hlen zur&amp;uuml;ck: Einerseits mit gro&amp;szlig;er Bewunderung f&amp;uuml;r den leidenschaftlichen und offensichtlich v&amp;ouml;llig unbeirrbaren Einsatz von Thalhofer f&amp;uuml;r seine spezielle Idee vom nichtlinearen Erz&amp;auml;hlen. Andererseits mit gro&amp;szlig;em Bedauern, dass man Thalhofers Projekte und sein Korsakow-System wegen der v&amp;ouml;llig fehlenden Ausrichtung am Rezipienten nicht als Vorbild f&amp;uuml;r interaktiven Multimedia-Journalismus verwenden kann, sondern h&amp;ouml;chstens als Inspiration. Denn dass sich der Rezipient an diese Filme gew&amp;ouml;hnt, wie Thalhofer meint, daran glaube ich nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Fotos: Juliane Henrich / Florian Thalhofer&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
</content:encoded>
  </item>

  <item rdf:about="http://rufposten.de/weblog/Eigene_Projekte/neben_dem_fest.html">
    <title>Neben dem Fest</title>
    <link>http://rufposten.de/weblog/Eigene_Projekte/neben_dem_fest.html</link>
    <description></description>
    <dc:subject>/Eigene_Projekte</dc:subject>
    <dc:creator>Rufposten Admin</dc:creator>
    <dc:date>2011-09-28T19:37-01:00</dc:date>
    
    <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E20E78BAF4BC44D9EBF04D0E446F386E1~ATpl~Ecommon~SMed.html&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.rufposten.de/images/neben_dem_fest.jpg&quot; alt=&quot;neben_dem_fest.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div style=&quot;clear:both&quot;&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Heute ist bei FAZ.NET meine Audio-Slideshow &amp;uuml;ber die Randgebiete des Oktoberfests erschienen: &lt;s&gt;&lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E20E78BAF4BC44D9EBF04D0E446F386E1~ATpl~Ecommon~SMed.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Neben dem Fest&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/s&gt; (&lt;b&gt;Update&lt;/b&gt;: Neue URL nach Relaunch: &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/multimedia/slideshows/wiesn-slideshow-neben-dem-fest-11372317.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Neben dem Fest&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Das ganze ist ein Experiment: Die Slideshow verwendet einen heterodiegetischen Sprecher (Off-Sprecher), den ich in meinen Seminaren lange Zeit als ungeeignet f&amp;uuml;r das Medium verteufelt habe. In diesem Punkt habe ich mich hoffentlich selbst widerlegt. Der Text zur Slideshow ist nun aber nicht nachrichtlich, sondern feuilletonistisch, er besteht haupts&amp;auml;chlich aus Beobachtungen und ihrer Analyse, versucht aber trotzdem zu emotionalisieren. Auf diese Weise schummelt sich doch wieder das Subjekt in die Erz&amp;auml;hlung. Die essayistische Slideshow ist damit fundamental anders als meine bisherigen, nicht nur wegen der Erz&amp;auml;hlperspektive, sondern auch wegen der abge&amp;auml;nderten Erz&amp;auml;hlfunktion des Bildes: Der Leser ist hier n&amp;auml;mlich nicht mehr in einen durch Text, Bild und Ton klar begrenzten Raum hineinversetzt, in dem ein eingef&amp;uuml;hrtes Figurenpersonal konkrete Handlungen ausf&amp;uuml;hrt (so arbeiten fast alle Reportagen mit erz&amp;auml;hlendem Protagonisten). Sondern der Leser sieht sich gleich einem ausschlie&amp;szlig;lich abstraktem Gedankengeb&amp;auml;ude gegen&amp;uuml;ber, bei dem die Bilder nur noch exemplarische Funktion haben und nicht eine spezifische Situation oder Handlung zeigen. Ich hoffe, ich konnte hier auf ein weiteres m&amp;ouml;gliches Format der Slideshow hinweisen, mit einem anderen Text und mit einem anderen Zusammenspiel zwischen Bild und Text als bei den meisten bisher in Deutschland genutzten Formaten. Das k&amp;ouml;nnte vor allem f&amp;uuml;r Fotografen interessant sein, die gerne in Langzeitprojekten arbeiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Inspiriert zu dieser Erz&amp;auml;hlform hat mich vor allem der bezaubernde und sprachlich grandiose Dokumentarfilm von Dominik Graf und Michael Althen, &quot;M&amp;uuml;nchen - Geheimnisse einer Stadt&quot; (&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/results?search_query=m%C3%BCnchen+%22geheimnisse+einer+stadt%22&amp;amp;aq=f&quot;&gt;ein paar Teile daraus&lt;/a&gt; bei Youtube). Obwohl Dokumentarfilme viel h&amp;auml;ufiger mit exemplarischen Bildern arbeiten, ja sogar oft dazu gezwungen sind, wenn sie keine konkret erz&amp;auml;hlendes Bildmaterial zur Verf&amp;uuml;gung haben, ist dieser Film auch durch seinen feuilletonistischen Text wieder ungew&amp;ouml;hnlich. W&amp;auml;hrend alles vom Iconic Turn redet und wir t&amp;auml;glich durch Musikvideos oder Werbeclips ber&amp;uuml;hrende &amp;auml;stethische Erfahrungen machen, haben diese beiden Regisseure gezeigt, wieviel poetische Macht selbst in einem Dokumentarfilm allein vom Text ausgehen kann. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
Zum anderen hat mich ein &amp;auml;lterer Text von Kurt Lewin &amp;uuml;ber die Landschaft des Krieges inspiriert: Obwohl sein Aufsatz namens &quot;Kriegslandschaft&quot; zu den Grundtexten der Raumtheorie geh&amp;ouml;rt, ist er eigentlich ein wunderbar essayistischer Text, wie man ihn in einer Zeitung gerne lesen w&amp;uuml;rde. Nach diesem Vorbild habe ich mir dann das Oktoberfest angeschaut und analysiert, nur mit Notizblock und Kamera ausgestattet. Auf Atmo-Aufnahmen habe ich verzichtet, da diese das Exemplarische der Bilder gest&amp;ouml;rt h&amp;auml;tten und st&amp;auml;rker eine spezifische Situation mitgeteilt h&amp;auml;tten. &lt;br /&gt;&lt;br/&gt;
Und dann habe ich zum ersten Mal mit einem professionellen Sprecher zusammengearbeitet. Osman Ragheb hat den Text wunderbar eingesprochen. Die 230,-&amp;#128;, die daf&amp;uuml;r an die &lt;a href=&quot;http://www.engelszungen.biz/&quot;&gt;Agentur Engelszungen&lt;/a&gt; gehen, d&amp;uuml;rften aber im journalistischen Alltag schwer einspielbar sein. Au&amp;szlig;erdem zieht sich die Fertigstellung der Slideshow durch die Terminorganisation f&amp;uuml;r Sprecher und Studio nochmal merklich hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;small&gt;Kurt Lewin: Kriegslandschaft. In: D&amp;uuml;nne, J&amp;ouml;rg; G&amp;uuml;nzel, Stephan (Hrsg.): Raumtheorie. Grundlagentexte aus Philosophie und Kulturwissenschaft&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
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  </item>

  <item rdf:about="http://rufposten.de/weblog/Journalismus/Multimedia-Reportagen/berlinfolgen_gero.html">
    <title>&quot;Ich st&amp;uuml;rze ins Kotzen&quot;</title>
    <link>http://rufposten.de/weblog/Journalismus/Multimedia-Reportagen/berlinfolgen_gero.html</link>
    <description></description>
    <dc:subject>/Journalismus/Multimedia-Reportagen</dc:subject>
    <dc:creator>Rufposten Admin</dc:creator>
    <dc:date>2011-06-29T16:26-01:00</dc:date>
    
    <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.2470media.eu/projekte.79.de.html?tfs[video]=49&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.rufposten.de/images/berlinfolgen_gero.jpg&quot; alt=&quot;berlinfolgen_gero.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div style=&quot;clear:both&quot;&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Bei den &quot;Berlinfolgen&quot; ist vor kurzem ein neues Portrait erschienen, das mir sehr gut gef&amp;auml;llt: &lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.2470media.eu/projekte.79.de.html?tfs[video]=49&quot;&gt;Gero, der Obdachlose&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;. Die Bilder und Videosequenzen von &lt;a href=&quot;http://www.janniskeil.de/&quot;&gt;Jannis Keil&lt;/a&gt; sind - wie man es von &lt;a href=&quot;http://www.2470media.eu&quot;&gt;2470media&lt;/a&gt; gewohnt ist, hervorragend, aber bemerkenswert ist diesmal auch die Tonspur, die die kurze Reportage besonders macht. Eine ber&amp;uuml;hrende Eindringlichkeit liegt in manchen Schilderungen aus Geros Alltag und man f&amp;uuml;hlt sich sofort an Franz Biberkopf aus dem Roman &quot;Berlin Alexanderplatz&quot; erinnert, der ebenfalls nach dem Knast auf der Stra&amp;szlig;e landete und an den Menschen verzweifelte. Diese sprachliche Dichte verdankt man an erster Stelle nat&amp;uuml;rlich einem zum Erz&amp;auml;hlen begabten Protagonisten (den man erstmal finden muss - das geh&amp;ouml;rt auch zur Reportagearbeit). Aber es braucht auch einen Interviewer, der zuh&amp;ouml;ren kann, der Vertrauen aufbauen kann und der die richtigen Fragen stellt. Hier hat Plutonia Plarre von der TAZ gut gearbeitet. Sie hatte &amp;uuml;ber Gero bereits 2010 eine &lt;a href=&quot;http://www.reporter-forum.de/index.php?id=117&amp;amp;tx_rfartikel_pi1[showUid]=477&amp;amp;cHash=c48082a267249e3554a63fcdaec177ae&quot;&gt;Textreportage&lt;/a&gt; gemacht und ihn f&amp;uuml;r die Multimediaserie ein zweites Mal befragt.&lt;br /&gt;
Ich h&amp;auml;tte lediglich l&amp;auml;ngere Pausen zwischen die einzelnen Interview-Abschnitten eingef&amp;uuml;gt, um der Reportage mehr Ruhe zu geben.  &lt;/p&gt;
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  <item rdf:about="http://rufposten.de/weblog/Eigene_Projekte/die_letzten_ihrer_art_sz_magazin.html">
    <title>Die Letzten ihrer Art</title>
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    <dc:subject>/Eigene_Projekte</dc:subject>
    <dc:creator>Rufposten Admin</dc:creator>
    <dc:date>2011-06-24T08:00-01:00</dc:date>
    
    <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://szmstat.sueddeutsche.de/upl/videos/ipad/eberl.m4v
&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.rufposten.de/images/making_of_letzten_ihrer_art.jpg&quot; alt=&quot;making_of_letzten_ihrer_art.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;div style=&quot;clear:both&quot;&gt;&lt;/div&gt;F&amp;uuml;r iPad-Freunde: Seit heute gibts das SZ-Magazin auch als &lt;a href=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/ipad/&quot;&gt;App&lt;/a&gt; f&amp;uuml;r 79 Cent - und in der ersten Nummer ist eine Audio-Slideshow, die ich aus einem Interview und den wunderbaren Fotos von Julian Baumann gemacht habe (ein Making-of zur Titelgeschichte). Zum ersten Mal habe ich dabei direkt mit einem Musiker zusammengearbeitet, der einzelne, sehr dezente Musikelemente f&amp;uuml;r die Slideshow eingespielt hat, &lt;a href=&quot;http://www.harveyvaldes.net/&quot;&gt;Harvey Valdes&lt;/a&gt; aus Brooklyn. Das war ein Sprung ins kalte Wasser f&amp;uuml;r uns beide, hat aber letztendlich doch die Fotos und die Erz&amp;auml;hlung der Slideshow akzentuiert. Die Kollegen von onlinejournalismus.de haben die Ausgabe bereits &lt;a href=&quot;http://www.onlinejournalismus.de/2011/06/24/sz-magazin-goes-ipad-mehrwert-mit-stil/&quot;&gt;getestet&lt;/a&gt;. &amp;Uuml;ber das positive Feedback habe ich mich sehr gefreut!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Update 2012&lt;/b&gt;: Die Slideshow ist mittlerweile kostenlos downloadbar: &lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://szmstat.sueddeutsche.de/upl/videos/ipad/eberl.m4v&quot;&gt;Die Letzten ihrer Art&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; (MP4, 15,8MB)&lt;/p&gt;
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