Eine schöne Nachricht für alle Video-Journalisten: Das Abbilden von bewegter Wirklichkeit ist mit 30.000 Jahren eine viel ältere Tätigkeit als bisher vermutet und nur wenig jünger als die ersten Zeichnungen (37.000 v. Chr). Ein Archäologe hat dieses Jahr ein Video publiziert, in dem man die Bewegungen von Höhlenmalereien aus Frankreich nachempfinden kann. Vermutlich hat man damals mit einer flackernden Fackel die übereinander oder nebeneinander gemalten Umrisse durch die Nachbildwirkung des menschlichen Auges in Bewegung gesetzt. Das ist insofern beachtlich, als die ersten Schriftmedien erst aus den Jahrhunderten um 3000 v. Chr. erhalten sind. Und jetzt muss man sich nur vorstellen, dass damals zu den Bildern erzählt wurde und dann könnte man behaupten, dass rein semiotisch gesehen die Slideshow und der gezeichnete Animationsfilm die ältesten erhaltenen Medien der Welt sind, übertroffen nur vom flüchtigen Medium der Sprache, deren Ursprung irgendwo in der Genese von Homo Sapiens und Neandertaler im Dunkeln liegt.
Via Discovery Channel
Veröffentlicht am 20. Sep. 2012. in [/Wissenschaft/Multimedia]
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