Schloss auf einem Hügel
Rufposten
 
Text. Bild. Ton.
Diese Seite berichtet von München aus über Multimedia, digitales Storytelling und Kunst im Netz. Und stellt eigene Entwicklungen in diesem Bereich vor.

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Tell your friends.«
Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, auf einer der ersten Seiten im WWW.





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Die Website von Kevin MacLeod

Kostenlose Musik für Audio-Slideshows

Normalerweise benutze ich immer Musik von Magnatune, wo man für etwa 7$ ein Lied für eine Audio-Slideshow lizensieren kann. Eine kostenlose Alternative ist die Musik von Kevin MacLeod, die unter einer Creative-Commons-Lizenz auch kommerziell verwendet werden darf (Namensnennung erforderlich). Das freut uns Journalisten natürlich - sowohl Jan Stürmann als auch Stefan Sobotta haben bereits Musik von Kevin MacLeod in Audio-Slideshows verwendet, hier z.B. den Song Artifact aus dem Ordner African.

Veröffentlicht am 11. Mar. 2009. in [/Journalismus/Nachrichten] Kommentare: 0


Alternative Verdienstquelle?

Audio-Slideshow als Werbemedium

shakespear_company_werbung.jpg

Während man bei Nachrichtenseiten für seine Audio-Slideshow meist nur einen niedrigen dreistelligen Eurobetrag erhält, tut sich ein weitaus lukrativerer Bereich für das neue Format auf: Die Werbung. Vielleicht ist es ein Vorteil der Audio-Slideshow, dass sie auch bei geringem Budget nicht dilettantisch wirkt, wie etwa die lokalen Werbeclips, die man aus dem Kino kennt. Gute Beispiele: Diese Slideshow über einen ganz besonderen Bookshop in Paris (von dem englischen Multimedia-Journalisten Alex Stürmann) oder diese über das Hausdorff Center for Mathematics von dem Bonner Multimedia-Duo Medialism. Wer hat weitere Erfahrungen?

hausdorff_center_webung.jpg

Update:Anna Jockisch, die in Hannover Photographie studiert, hat mich auf ihre Audio-Slideshow hingewiesen, die für die Modefirma OSKA wirbt.

Veröffentlicht am 11. Mar. 2009. in [/Journalismus/Nachrichten] Kommentare: 0


Neuer Trend bei Youtube

Interaktive Videos

barack_paper_scissors.jpg

Bevor es das Web gab, verstand man unter Hypertext ein Medienformat, bei dem ein Text multilinear gelesen wurde und so zu verschiedenen Ergebnissen führte. Relativ bekannt waren sogenannte Spielbücher, bei denen der Leser an verschiedenen Punkten der Geschichte Entscheidungen treffen konnte, wie es weitergeht. Die verschiedenen Bestandteile der Stränge waren alle in dem Buch enthalten, aber man wählte erstmal nur einen Weg.

Obwohl das Web von Tim Berners-Lee "Hypertext" getauft wurde, wird es bis heute nur in wenigen Spezialfällen als Hypertextmedium verwendet (z.B. Susanne Berkenhegers Hypertext-Roman Zeit für die Bombe; vielleicht kann man auch lexikalische Anwendungen wie die Wikipedia dazuzählen). Denn das Web verknüpft eher eigenständige Texte mit anderen eigenständigen Texten und ist dadurch genausowenig Hypertext wie ein Buch mit Literaturhinweisen in den Fußnoten.

Trotz dieser Erfolgsgeschichte der linearen Narration gibt es immer wieder multilineare Experimente. Seit kurzem findet man bei Youtube eine ganze Menge interaktiver Videos. Den Trend gibt es, seitdem man innerhalb von Videos Textlinks auf andere Videos anlegen kann. (eigentlich auch schon vorher: einige multilineare Filme zweckentfremdeten bereits das Antwortsystem für die Steuerung durch die Geschichte

Zwei populäre Beispiel mit Links in den Videos: Eine Variante des Spiels Schere, Stein, Papier: Barack, Paper, Scissors. Das Spiel kann bis in die zehnte Ebene gespielt werden, der Autor hat dafür mittlerweile anscheinend über 900 Videos angelegt, um alle Varianten auch mit Rückbezügen auf vorherige Spielzüge abzudecken.

samsung_follow_your_instinct.jpg

Samsung hat das Konzept für eine mittelmäßig unterhaltsame Handy-Werbung verwendet: Bei Follow your instinct kann man sich durch den frauenreichen Tag eines Yuppies klicken.

Und was hat das mit Journalismus zu tun? Das kann sich nun jeder selbst ausdenken. Möglichkeiten für interkative Videoreportagen gibt es sicher - ich bin persönlich allerdings ein Freund der linearen Narration, die den Leser an der Hand nimmt und ihn auf auf einem ausgewählten, optimalen Pfad durch die Geschichte führt.

Veröffentlicht am 10. Mar. 2009. in [/Journalismus/Nachrichten] Kommentare: 0


Gute Nachricht auch für Slideshows

Werbung vor Online-Videos effektiver als Fernsehwerbung

Als Journalist macht man sich immer nicht so gerne Gedanken darüber, wo das Geld herkommt, dass die journalistische Arbeit finanziert. Soll ja auch so sein. Aber manchmal schadet es nicht, wenn man Argumente zur Hand hat: z.B. dass Audio-Slideshows ein atttraktives Werbeumfeld abgeben. Die Fachzeitschrift werben & verkaufen hat jetzt auf eine Studie hingewiesen, die belegt, dass sogenannte Pre-Roll-Ads, also Anzeigen, die vor einem Video oder einer Audio-Slideshows ablaufen, erheblich effektiver wirken als Fernsehwerbung - weil der Zuschauer den Beitrag bewusst angeklickt hat.

Veröffentlicht am 23. Feb. 2009. in [/Journalismus/Nachrichten] Kommentare: 0


Über 50 Reportagen stellen Projekte vor

Weltbank setzt auf Audio-Slideshow

weltbank_digitalmedia.jpg Ein Freund von mir, mit dem ich in München Ethnologie studiert habe, hat mich darauf hingewiesen, dass es auf der Seite der Weltbank einige Audio-Slideshows gibt. Als ich dort neugierig nachgesehen habe, war ich überrascht: Zum einen, weil es auf digitalmedia.worldbank.org keine Rubrik für "Video" gibt, dafür aber für "Slideshows". Zum anderen, weil ich dann über 50 Audio-Slideshows zu vielen verschiedenen Projekten der Weltbank gefunden habe, die in erstaunlicher Qualität produziert sind.
weltbank_silk_road_heritage.jpg Zum Beispiel der Projektbericht Silk Road Heritage. Die Reporterin spricht selbst, daneben gibt es Musik, Geräusche und O-Töne und sogar eine Video-Sequenz.

Ich musste auch an den Kollegen Jan Stürmann denken, der einige Audio-Slideshows für NGOs gemacht hat. Warum ist die Audio-Slideshow in diesem Bereich so erfolgreich? Vielleicht weil sie audiovisuell ansprechender ist als ein Text. Oder weil sie günstiger ist als Video? Weil der Rezipient konzentrierter zuhören kann als bei einem Video? Ich weiß es nicht. Aber schön zu sehen, dass eine so wichtige und so große Organisation die Audio-Slideshow zum audiovisuellen Hauptmedium gemacht hat.

Veröffentlicht am 04. Feb. 2009. in [/Journalismus/Nachrichten] Kommentare: 0


Erzählen mit übergroßen Panorama-Bildern

Gigapanography

gigapan_guided_tour.jpg Die Gigapan-Technologie ist eine Technik, mit der man übergroße Panorama-Bilder erstellen kann und in die man dann hineinzoomen kann, als wäre es ein Satellitenbild bei Google Maps.
Der Engländer Kilgore661 hat diese Technik erweitert: Er bietet seine Gigapan-Bilder als Guided Tour an: Mit Javascript zoomt er automatisch einige Ausschnitte heran und erklärt etwas dazu. Die Technik ist noch sehr unausgereift, aber die Idee ist gut!

Veröffentlicht am 04. Feb. 2009. in [/Journalismus/Nachrichten] Kommentare: 0


Meine Wahl: Bill Cunningham von der NY Times

Die besten Multimedia-Beiträge 2008

Zusammen mit ein paar Kollegen habe ich eine kleine Aktion gestartet: Wir küren die besten Multimedia-Beiträge für 2008.

Die Wahl meines Favoriten hat mich selbst überrascht. Es gab 2008 wieder sehr viele aufwändige Audioslideshows, die sich mit exotistischen Themen beschäftigten. Darunter z.B. schöne Reportagen von Mediastorm, die mittlerweile Video-Sequenzen in ihre Audio-Slideshows integrieren oder einige großartige und bewegende Berichte aus Afrika von Wolfgang Eilmes bei der FAZ (faz.net/slideshow/).

cunningham_onthestreet.jpgSchließlich habe ich mich aber für einen sehr unauffälligen, kleinen Bericht entschieden. Der Modephotograph Bill Cunningham veröffentlicht bei der New York Times regelmäßig in der Reihe On the Street seine Beobachtungen von der Stadt. Bei der Verbindung von Bild und Ton sind die Audio-Slideshows einwandfrei und übertreffen oft die Produktionen von Mediastorm, wo das eindrucksvolle Bild immer noch den Text diktiert. Cunningham bindet Fotos sehr gut in seine Geschichte ein, er hat zu jedem Bild etwas zu sagen. Dabei bringt er eine alte journalistische Tugend in den Bereich des Onlinejournalismus ein, die ich im Rattern der Agenturmeldungen oft vermisse: Das Erkennen von kleinen Veränderungen in der Gesellschaft. Besonders deutliche erkennt man das in der Episode Windward, die den Einzug des Herbsts in der Stadt diagnostiziert. Gerade für den Lokaljournalismus könnte diese Verbindung aus Multimedia und Beobachtungsgabe eine Chance sein. Der Aufwand ist klein, aber die erzählerische Begabung von Cunningham, seine Freude über das soziale Leben in der Stadt, beides persönlich und mit Charakter von seiner Stimme transportiert und die Fotos, die kurze, belanglose Momente für das längere Studium einfrieren, wären eine Bereicherung für jede Stadt.

Die Favoriten der Kollegen für 2008 sind bei Onlinejournalismus verlinkt.

Veröffentlicht am 31. Dec. 2008. in [/Journalismus/Nachrichten] Kommentare: 1




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