Obwohl ich für das Schneiden von Audio-Slideshows sehr gerne mit Soundslides arbeite, war ich schon immer auf der Suche nach einem Videoschnittprogramm, das einfach zu bedienen ist, nicht zu teuer und trotzdem ausreichende Qualität liefert. Gestern habe ich nun Sascha Klettke bei einem Workshop vom VDZ Zeitschriften Akademie getroffen und sein Tipp war Magix Video Deluxe. Tatsächlich sind einige Videos bei Spiegel Online damit geschnitten. Möglicherweise eignet sich das Programm für Audio-Slideshows besonders, weil angeblich der Tonschnitt besonders gut und umfangreich gelungen ist. Wer Erfahrungen mit dem Programm hat, bitte unbedingt in den Kommentaren mitteilen! Danke!
Und dann war da noch Regina McCombs, eine amerikanische Multimedia-Pionierin, die einen ganzen Haufen spannender Multimedia-Projekte präsentierte. Viele davon findet man in ihrem prall gefüllten Delicous-Account. Bei Twitter ist sie auch.
Veröffentlicht am 17. Feb. 2010. in [/Journalismus/Nachrichten]
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Manchmal werde ich gefragt, welche Themen denn für die Audio-Slideshow besonders gut geeignet sind. Ich quäle mich immer mit dieser Frage, weil ich es schade fände, wenn durch solche Festschreibungen viele Themen gar nicht mehr ausprobiert werden. Aber man kann nicht leugnen, dass es Themen gibt, die in einer Audio-Slideshow einfach immer gut funktionieren. Künstler z.B., die über ihre Werke sprechen. Noch besser ist es dann natürlich, wenn die Vermischung von Tönen und Bildern selbst Thema des Künstlers ist, so wie bei der synästhetischen Malerin Christine Söffing. Kollege Fabian Schweyher hat einen kurzen und richtig guten Beitrag über sie für die ARD gemacht: Wenn Klaviertöne kunterbunt werden Auch der Einsatz von Text und Archivfotos für die Vermittlung von sachlichen Hintergrundinformationen ist gut gelungen.
Veröffentlicht am 13. Jan. 2010. in [/Journalismus/Multimedia-Reportagen]
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Days with my father is eine bewegende Foto-Story von dem New Yorker Fotograf Phillip Toledano.
Via MLRM
Veröffentlicht am 19. Oct. 2009. in [/Journalismus/Multimedia-Reportagen]
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Der französische Fotograf Samuel Bollendorff hat für die Website von Le Monde eine aufwändige multimediale Reportage über den Kohleabbau in China realisiert: Voyage au bout du charbon Das besondere an dem Format ist vor allem die Interaktivität: Man kann beispielsweise einzelne Fragen an einen Minenarbeiter auswählen und gerät so in die Rolle des Journalisten. Ein Eindruck, den man vor allem von Computerspielen kennt und den weder Film noch Textreportage in dieser Stärke erzeugen kann. Zum anderen präsentiert die sogenannte "web documentary" Bild, Ton und Film in ungewohnter Vermischung: durch die interaktive Steuerung läuft die Reportage nicht fortwährend durch wie eine Audio-Slideshow mit Videoelementen, sondern steht immer wieder still bis der Rezipient eine Auswahl trifft.
Das großartigste an der Reportage sind die Bilder, die obendrein von sehr eindrucksvollen atmosphärischen Tonaufnahmen begleitet werden. Zusammen mit der interaktiven Steuerung ergibt sich tatsächlich ein wenig der Eindruck, man würde die fremde Welt selbst erkunden. Die Journalisten und Fotografen sind nicht mehr greifbar, der Zuschauer tritt an ihre Stelle. Dennoch muss man wie bei allen interaktiven Features kritisieren, dass die Steuerung den Fluss der Erzählung stört. Alles bleibt ein Fragment einzelner Eindrücke, die Zwang etwas zu wählen überfordert den Rezipienten und macht die Ganzheit der Geschichte kaputt. Schön sind Kleinigkeiten wie die jederzeit einblendbare Karte und der Vollbildmodus.
Obwohl die Reportage einzigartig ist und durchaus Maßstäbe im Bereich des interaktiven Storytellings setzt, halte ich diese Art von Reportagen nicht für wegweisend - ganz einfach weil die Zerteilung in Einzelstücke die Narration erheblich stört. Den Zuschauern hat es dennoch gefallen: Nach Angabe der Produktionsfirma Honkytonk erzeugte die web documentary bereits zwischen Ende 2008 und Anfang 2009 über 1,5 Millionen page views. Unabhängig vom Image-Gewinn, den eine Website mit solch großen Produktionen hat, gibt es tatsächlich auch die Hoffnung, dass sie sich auch finanziell lohnen könnten.
Veröffentlicht am 13. Oct. 2009. in [/Journalismus/Multimedia-Reportagen]
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E-Paper kennt man ja mittlerweile, das sind Zeitungen oder Magazine, die sich online wie ihre materiellen Verwandten lesen lassen: Das Format ist hochkant, das Layout doppelseitig und sie lassen sich komfortabel umblättern.
Das englische iMotor-Magazin hat diese Variante aufgebohrt und integriert auch Videos, Bildergalerien, Voting und andere interaktive Elemente in ihr elektronisches Magazin. Und es funktioniert: Irgendwie bleibt der Stöber-und-Blätter-Effekt erhalten und das Leseerlebnis ist trotz Multimedia immer noch wie bei einem gedruckten Magazin.
Veröffentlicht am 16. Sep. 2009. in [/Journalismus/Nachrichten]
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Vuvox Collage ist eine hochinteressante Erfindung, deren Nutzen für den Journalismus noch nicht ganz abschätzbar ist. Fotos und vor allem Ausschnitte aus Fotos werden in einem seitwärts verlaufendem Scroller angeordnet. Zusätzlich können Videos und Töne eingebunden werden, auch Text ist möglich. Auf den ersten Blick erscheint das alles recht verspielt, aber wenn man eine Geschichte darin unterbringt, hat man nicht weniger als ein neues Erzählmedium erfunden, das sich stark am Comic orientiert. Vorteil gegenüber normaler Integration von Ton und Video ist die Aufhebung des zeitlichen Korsetts: Der User steuert selbst die Geschwindigkeit, mit der er die Kollage rezipiert (siehe auch meine Experimente zu einem senkrechten Multimedia-Scroller). Eine weiterer Effekt ist ein völlig anderes Raumgefühl, die Fotos verlieren durch ihre direkte Aneinanderreihung ihre räumliche Verortung, alles erscheint zweidimensional und direkt nebeneinander - das kann ein Problem aber auch eine Chance für die Reportage sein. Bei nächster Gelegenheit sollte man sich mit dem Format auseinandersetzen - so wie das Kollege Stefan Sobotta bereits mit seiner Kollage über das Township Alexandra in Johannesburg gemacht hat.
Veröffentlicht am 16. Sep. 2009. in [/Journalismus/Multimedia-Reportagen]
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Nach der FAZ kann man sich nun auch bei sueddeutsche.de alle Multimedia-Beiträge übersichtlich auf einer Seite anzeigen lassen. Das ist vor allem für uns Journalisten interessant, um zu sehen, was die Kollegen so machen. So bin ich z.B. auf die sehr künstlerische Audio-Slideshow Gerda gestoßen, die mich überrascht hat, weil man nicht sofort versteht, um was es eigentlich geht. Mutig, gefällt mir! Vielleicht bin ich aber auch nur Opfer von Crossmedia geworden und habe die Buchbesprechung im Printteil verpasst: Fotos und Text sind nämlich aus einem Buch von Bernhard Hagemann.
Hinweis: Ich arbeite als freier Journalist für sueddeutsche.de.
Veröffentlicht am 06. Jul. 2009. in [/Journalismus/Nachrichten]
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